Jura-Definitionen
65 Definitionen fuer dein Examen
Fahrlaessigkeit
strafrechtAussserachtlassung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt bei Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit.
Paragraph 276 II BGB / Paragraph 15 StGBGarantenstellung
strafrechtPflicht, den Eintritt eines tatbestandlichen Erfolges zu verhindern.
Paragraph 13 StGBKausalitaet
strafrechtKausal ist eine Handlung, die nicht hinweggedacht werden kann, ohne dass der Erfolg entfiele.
RichterrechtKausalität
StrafrechtKausalität bezeichnet den ursächlichen Zusammenhang zwischen einer Handlung und einem Erfolg. Nach der Äquivalenztheorie (conditio-sine-qua-non-Formel) ist jede Bedingung kausal, d...
Notwehr
strafrechtVerteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwaertigen rechtswidrigen Angriff abzuwenden.
Paragraph 32 StGBNotwehr
StrafrechtNotwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden. Sie ist ein Rechtfertigungsgrund, der sowo...
§ 32 StGB / § 227 BGBObjektive Zurechnung
strafrechtErfolg ist zurechenbar, wenn Taeter rechtlich relevante Gefahr schuf, die sich im Erfolg realisierte.
Richterrecht (Roxin)Objektive Zurechnung
StrafrechtDie objektive Zurechnung verlangt, dass der Täter eine rechtlich missbilligte Gefahr geschaffen hat, die sich im konkreten Erfolg realisiert hat. Sie grenzt die strafrechtliche Ver...
Rechtfertigender Notstand
StrafrechtDer rechtfertigende Notstand erlaubt es, in eine fremde Rechtsgutposition einzugreifen, um eine gegenwärtige Gefahr für ein anderes Rechtsgut abzuwenden, wenn das geschützte Intere...
§ 34 StGBRechtswidrigkeit
StrafrechtRechtswidrigkeit bedeutet den Widerspruch eines Verhaltens zur gesamten Rechtsordnung. Im Zivilrecht wird die Rechtswidrigkeit bei § 823 I BGB durch die Verletzung eines der genann...
Rechtswidrigkeit (Strafrecht)
strafrechtWiderspruch des tatbestandsmaessigen Verhaltens zur Gesamtrechtsordnung.
Paragraphen 32-35 StGBRücktritt vom Versuch
StrafrechtDer Rücktritt vom Versuch (§ 24 StGB) führt zur Straffreiheit, wenn der Täter die weitere Tatausführung freiwillig aufgibt (unbeendeter Versuch) oder die Vollendung freiwillig verh...
§ 24 StGBSchuld
strafrechtPersoenliche Vorwerfbarkeit des tatbestandsmaessigen und rechtswidrigen Verhaltens.
Paragraphen 17, 19-21, 35 StGBSchuld
StrafrechtSchuld (Vorwerfbarkeit) ist die persönliche Vorwerfbarkeit der rechtswidrigen Tat. Schuldhaft handelt, wer bei Begehung der Tat schuldfähig ist, das Unrecht der Tat einsehen kann (...
§§ 19, 20, 21 StGBTäterschaft und Teilnahme
StrafrechtTäterschaft liegt vor, wenn jemand die Tat als eigene will und die Tatherrschaft hat. Teilnahme (Anstiftung, Beihilfe) setzt einen vorsätzlichen Beitrag zu einer fremden vorsätzlic...
§§ 25-27 StGBUnmittelbares Ansetzen
StrafrechtUnmittelbares Ansetzen zur Tatbestandsverwirklichung liegt vor, wenn der Täter subjektiv die Schwelle zum "Jetzt geht es los" überschreitet und objektiv Handlungen vornimmt, die na...
§ 22 StGBVersuch
strafrechtTaeter setzt unmittelbar zur Tatbestandsverwirklichung an, ohne die Tat zu vollenden.
Paragraphen 22, 23 StGBVorsatz
strafrechtWissen und Wollen der Verwirklichung des objektiven Tatbestands.
Paragraph 15 StGBVorsatz
StrafrechtVorsatz ist das Wissen und Wollen der Tatbestandsverwirklichung. Er umfasst das kognitive Element (Wissen um die Tatumstände) und das voluntative Element (Wollen der Tatbestandsver...
§ 15 StGB